Wie man eine profitable Geschäftsidee findet: Der "Diverge-Converge-Emerge"-Ansatz für 2026
Ali Abdaal
Zusammenfassung:
In diesem Video werden sechs Schritte zur Entwicklung einer profitablen Geschäftsidee im Jahr 2026 vorgestellt:
- 1. Erste Nischenideen identifizieren: Geld ist ein Wertetausch; man braucht eine Person, die bereit ist, für die Lösung eines Problems durch ein Produkt oder eine Dienstleistung zu zahlen.
- 2. Handwerkliche Fähigkeiten bestimmen: Liste alle vorhandenen Fähigkeiten, Leidenschaften und gewünschten Lernfelder auf, die aus persönlichen, beruflichen oder Lebenserfahrungen stammen.
- 3. Mögliche Nischen brainstormen: Verknüpfe die identifizierten Fähigkeiten und Leidenschaften mit spezifischen Problemen, die für eine bestimmte Personengruppe gelöst werden könnten. Ziel ist Quantität statt Qualität.
- 4. Nischenideen bewerten: Bewerte jede Nischenidee anhand von drei Kriterien: Sympathie für die Zielgruppe, die Fähigkeit zu helfen und die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe (idealerweise mindestens 2000 $). Konzentriere dich auf den Premium-Markt.
- 5. Nischenauswahl eingrenzen: Nutze Journaling-Aufgaben wie den "Zwei-Jahres-Test", das "Kein-Fehler-Szenario", den "Spiegel-Test", den "Angst-Check" und den "Netzwerk-Test", um die Ideen zu verfeinern.
- 6. Top 3 Nischenideen definieren: Wähle die besten drei Nischen aus und skizziere Person, Problem, Begeisterung, Zahlungsbereitschaft, Bedenken und zusätzliche Anmerkungen.
Einführung [0:00]
Dieses Video richtet sich an Personen, die finanzielle Freiheit, Zeitautonomie und kreative Freiheit durch Unternehmertum erreichen möchten. Es behandelt die häufige Frage, wie man eine Geschäftsidee findet, indem ein sechsstufiger Prozess vorgestellt wird, der auf dem "Diverge → Converge → Emerge"-Framework basiert. Begleitend wird eine kostenlose Arbeitsmappe angeboten.
Schritt 1: Erste Nischenideen identifizieren [0:49]
Um eine profitable Geschäftsidee zu entwickeln, muss man verstehen, dass Geld im Wesentlichen ein Wertetausch ist. Man benötigt eine Person, die bereit ist, Geld für die Lösung eines Problems zu geben. Dies führt zum Konzept der "Heiligen Dreifaltigkeit" einer Geschäftsidee:
- Person: Die spezifische Zielgruppe.
- Problem: Ein Problem, das diese Person hat und das sie als wertvoll genug erachtet, um dafür Geld auszugeben.
- Produkt/Dienstleistung: Ein Angebot, das hilft, dieses Problem zu lösen.
Der Fehler vieler Anfänger ist, mit dem Produkt zu beginnen. Es ist effektiver, zuerst die Person und das Problem zu identifizieren, bevor man sich um das Produkt kümmert. Das Video führt das Konzept der Nische als Schnittmenge einer spezifischen Personengruppe mit einem spezifischen Problem ein.
Schritt 2: Handwerkliche Fähigkeiten bestimmen [04:45]
Im ersten Schritt des divergenten Denkens geht es darum, eine Liste der "Handwerklichen Fähigkeiten" zu erstellen. Dies sind Fertigkeiten oder Fachkenntnisse, die man bereits besitzt oder gerne erwerben möchte, resultierend aus:
- 1. Fähigkeiten, in denen man gut ist.
- 2. Fähigkeiten, bei denen andere um Hilfe bitten.
- 3. Fähigkeiten, für die der Arbeitgeber bereits bezahlt.
- 4. Fähigkeiten, die man zur Lösung persönlicher Probleme entwickelt hat.
Beispiele für handwerkliche Fähigkeiten können Webdesign, Lehren, Codierung, Personalmanagement, Geschäftsabläufe, Automatisierung, KI, Videobearbeitung oder öffentliche Reden sein. Es geht darum, so viele Ideen wie möglich zu sammeln, ohne sie zu bewerten. Auch Leidenschaften, die nicht direkt eine Fertigkeit sind (z.B. Harry-Potter-Fan-Fiction), können Teil dieser Sammlung sein.
Schritt 3: Mögliche Nischen brainstormen [10:22]
Nachdem eine umfangreiche Liste von handwerklichen Fähigkeiten und Leidenschaften erstellt wurde, geht es darum, diese in potenzielle Nischenideen umzuwandeln.
- Fokus auf Quantität: In dieser divergenten Phase ist es wichtig, eine große Menge an Ideen zu generieren, ohne sich um deren Qualität zu sorgen ("Keine Idee ist eine schlechte Idee"). Das Ziel ist es, mindestens 10-20 Nischenideen zu entwickeln.
- Frage "Wer könnte mich dafür bezahlen, ihnen dabei zu helfen?": Für jede Fähigkeit oder Leidenschaft fragt man, welche Person ein Problem hat, das man damit lösen könnte.
- Identifizierung von Personen, die man kennt: Es ist einfacher, ein Geschäft zu gründen, wenn man die Namen seiner ersten Kunden kennt. Beispiele hierfür sind:
- Eigentümer von Kleinunternehmen oder Freiberufler: Sie haben oft viele Probleme und können die Kosten für eine Lösung durch den erwarteten Return on Investment (ROI) rechtfertigen.
- Menschen im eigenen Netzwerk: Freunde, Familie oder Bekannte, die selbstständig sind oder eine hohe Position in einem Unternehmen innehaben.
- Die eigene Zielgruppe: Wenn man bereits eine Online-Community aufgebaut hat, können deren Probleme die Basis für eine Nische sein.
Schritt 4: Nischenideen bewerten [14:51]
Dies ist die "Converge"-Phase, in der die gesammelten Ideen bewertet werden. Ein "Ampelsystem" wird verwendet, um jede Nischenidee anhand von drei Fragen zu bewerten:
- 1. Mag ich die Idee, mit dieser Personengruppe zu arbeiten?
- Grün: Ja, sehr zuversichtlich.
- Gelb: Vielleicht, habe Zweifel.
- Rot: Schwach, erhebliche Bedenken.
- 2. Kann ich dieser Personengruppe tatsächlich helfen, ihr Problem zu lösen?
- Grün: Ja, sehr zuversichtlich.
- Gelb: Vielleicht, habe Zweifel.
- Rot: Schwach, erhebliche Bedenken.
- 3. Ist diese Person bereit, für die Lösung dieses Problems zu bezahlen?
- Grün: Ja, sehr zuversichtlich.
- Gelb: Vielleicht, habe Zweifel.
- Rot: Schwach, erhebliche Bedenken.
Das Video empfiehlt, den Premium-Markt anzustreben, um mit mindestens 2000 $ pro Kunde zu starten. Märkte lassen sich grob in drei Segmente einteilen:
- 1. Luxus (1%): Kunden kaufen basierend auf Status.
- 2. Premium (9%): Kunden sind bereit, für hohe Qualität zu zahlen.
- 3. Massenmarkt (90%): Kunden kaufen hauptsächlich nach Preis; hier ist es schwierig, als Anfänger zu konkurrieren.
Es ist ratsam, den Massen- und Luxusmarkt zu vermeiden und sich auf den Premium-Markt zu konzentrieren. Die Zahlungsbereitschaft kann auch durch Marktforschung ermittelt werden, indem man Wettbewerber und deren Preise untersucht.
Schritt 5: Nischenauswahl eingrenzen [22:40]
Um die Top-Nischen weiter zu verfeinern, werden Journaling-Aufgaben vorgeschlagen:
- Der 2-Jahres-Test: Stell dir vor, du arbeitest zwei bis drei Jahre in dieser Nische. Welche fühlt sich am aufregendsten an?
- Das Kein-Fehler-Szenario: Wenn Erfolg garantiert wäre, welche Nische würdest du wählen? Dies hilft, Ängste zu überwinden.
- Der Spiegel-Test: Welche Nische fühlt sich am meisten nach dir an? Welche passt zu deinen Werten und deiner Geschichte?
- Der Angst-Check: Welche Nische macht dir ein wenig Angst, aber auf eine gute Art und Weise? Manchmal ist das, was uns nervös macht, das, was uns am wichtigsten ist.
- Der Survival-Test: Stell dir vor, du hast deinen Job und all deine Ersparnisse verloren. Welche Nische würdest du anstreben, wenn du in den nächsten 30-60 Tagen mindestens 10.000 $ verdienen müsstest?
- Der Netzwerk-Test: Schau dir deine Telefonkontakte, LinkedIn und die Leute an, die du kennst. In welcher dieser Nischen hast du bereits Verbindungen, die zu warmen Vorstellungen führen könnten?
Schritt 6: Top 3 Nischenideen definieren [24:04]
Nachdem die Nischenideen divergiert, bewertet und eingegrenzt wurden, ist der letzte Schritt, die Top-3-Nischen zu definieren. Es wird empfohlen, eine Tabelle zu verwenden und für jede der Top-3-Nischen (Gold, Silber, Bronze) folgende Punkte zu notieren:
- Person: Die spezifische Zielgruppe.
- Problem: Das Problem, das gelöst werden soll.
- Warum bin ich davon begeistert?
- Warum denke ich, dass sie hoffentlich >20 $ zahlen werden? (Hier sollte man die 2000 $-Empfehlung im Auge behalten.)
- Meine Bedenken: Mögliche Herausforderungen oder Zweifel.
- Zusätzliche Anmerkungen.
Dieser Prozess soll ein Gefühl dafür vermitteln, wie man eine Fülle von Ideen nimmt und sie auf eine potenzielle Geschäftsidee reduziert. Das Video betont, dass es wichtig ist, sich nicht durch die Sorge um die Zahlungsbereitschaft abschrecken zu lassen, da es in jedem Markt Premium-Angebote gibt, die von Menschen mit ausreichendem Budget nachgefragt werden.